austin chan 8nhl3oi5ewc unsplash

Diese blöden Gedanken

Mein erster Beitrag. Ich versuche meinen Kopf auszuschalten und mein Herz schreiben zu lassen. Was für mich noch ziemlich schwierig ist, denn ständig sind diese Gedanken da. Man sagt ja, dass wir nicht unsere Gedanken sind. Aber woher kommen sie? Wer ist es dann der denkt? Manchmal sind sie so abstrus und ich frage mich warum ich so denke. Gedankenhygiene klappt nicht immer, denn manchmal bin ich so versunken, dass ich vergesse, dass ich wieder zu viel in den Gedanken hänge. Ich ärgere mich oft selbst darüber, aber eigentlich wäre es doch richtiger es einfach zu akzeptieren und beim nächsten Mal versucht man einfach erneut seine Gedanken achtsamer und bewusster wahrzunehmen und in eine liebevolle Richtung zu lenken. In der Theorie wüsste ich eigentlich was gut wäre, an der Umsetzung hapert es aber ganz schön oft.

Seit über sechs Jahren beschäftige ich mit mir, mit meinen Themen, meditiere mal mehr mal weniger regelmäßig aber ich bin immer noch nicht soweit meine Gedanken ganz zu beruhigen. So oft bin ich streng zu mir selbst und denke “warum bist du noch nicht weiter”. Es fühlt sich an als würde ich mich im Schneckentempo weiterentwickeln. Aber wenn ich dann das ganze aus einer höheren Perspektive betrachte, auf all die harten und herausfordernden Jahre die hinter mir liegen zurückblicke, dann kann ich doch stolz auf mich sein, denn so wenig ist das gar nicht. Vielleicht sollte man einfach mal seine Erwartungen herunterschrauben und nicht zu viel von sich selbst verlangen – alles Schritt für Schritt, ohne Druck. Das Leben passiert sowieso und am besten ist es, nicht alles so verdammt ernst zu nehmen. Ich weiß, es ist immer alles so leicht gesagt aber niemand sonst trägt die Verantwortung für dein Leben. Einzig und allein man selbst hat es in der Hand – nehmen negative Gedanken überhand, beschäftigt man sich zu viel mit dem ganzen Leid auf der Erde, all die kriegerischen und negativen Nachrichten in den Medien, sieht sich selbst immer in der Opferrolle – wie soll das Leben so positiv verlaufen?

Ich für mich, lese oder schaue schon seit Jahren keine Nachrichten mehr. Auf das “man muss doch informiert sein” scheiß ich. Man muss gar nichts. Ich weiß, dass es mir nicht gut tut, also lass ich es. Das wichtigste bekomme ich sowieso irgendwie mit, wenn wo anders darüber geredet wird oder mir mein Mann davon erzählt. Ich habe genug anderes mit dem ich beschäftigt bin – zum Beispiel mit meiner Gesundung, meinen Kinder, meine Familie, den Menschen die ich liebe. Das ist meine kleine Welt.

Mein Kopf ist doch eh schon so voll mit Gedanken, die da eigentlich nicht sein sollten, wie sollte ich denn je mit noch mehr Gedanken und Sorgen klar kommen? Was mir aber oft ganz gut hilft, ich aber leider noch zu wenig mache, sind Atemübungen (Notiz an mich – mach mehr Atemübungen!) Die Gedanken sind für den Moment weg und ICH BIN einfach nur.
Vier Sekunden durch die Nase einatmen – 8 Sekunden durch den Mund ausatmen.

 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *